Actor
basierend auf dem Buch von Marianna Kijanowska
Marianna Kijanowskas Texte geben den Ermordeten von Babyn Jar eine poetische Stimme und eröffnen einen Raum des Erinnerns, der weit über historische Dokumentation hinausgeht. Aus den Gedichten entsteht eine vielstimmige Totenklage über Gewalt, Auslöschung und die Würde derer, die nicht vergessen werden dürfen.
Eine eindringliche Lesung, die Poesie und Musik zu einer Form des Gedenkens verbindet und Geschichte als gegenwärtige Verantwortung erfahrbar macht.
Basierend auf dem gleichnamigen Gedichtzyklus der ukrainischen Schriftstellerin Marianna Kijanowska, übersetzt aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe, entsteht eine eindringliche theatrale Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verlust und der Gewalt des Vergessens. Ausgangspunkt ist das Massaker von Babyn Jar bei Kyjiw, bei dem im September 1941 innerhalb weniger Tage über 33.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder von nationalsozialistischen Einsatzgruppen ermordet wurden.
Kijanowskas Texte nähern sich diesem historischen Trauma nicht dokumentarisch, sondern poetisch und radikal persönlich. Die Toten selbst kommen zu Wort. Sie sprechen über Erinnerungen, Familien, Körper, Gerüche und letzte Gedanken. Dadurch entsteht kein historischer Bericht, sondern ein vielstimmiger Chor ausgelöschter Leben. Hinter jeder Zahl wird ein einzelner Mensch sichtbar.
Die Bühnenfassung verbindet Sprache, Musik und performative Elemente zu einem atmosphärischen Erinnerungsraum. Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich dabei permanent. Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges in der Ukraine gewinnt der Stoff eine beklemmende neue Aktualität. Kyjiw ist nicht nur Ort historischer Erinnerung, sondern erneut Schauplatz von Gewalt und existenzieller Bedrohung.
Die Produktion versteht sich nicht als klassische historische Nacherzählung, sondern als Versuch, einen Raum des Zuhörens zu schaffen. Musik, Stille und Sprache werden dabei zu gleichwertigen Ausdrucksmitteln. Es geht nicht um Illustration, sondern um Erfahrung – um die Begegnung mit Stimmen, die sich gegen das endgültige Verstummen wehren.
Zwischen Zerbrechlichkeit, Anklage und stiller Menschlichkeit entsteht ein Abend von großer emotionaler Kraft. Eine künstlerische Auseinandersetzung über Erinnerung als Verantwortung – und über die fragile Hoffnung, dass Sprache dem Vergessen etwas entgegensetzen kann.
Die preisgekrönten Texte von Marianna Kijanowska verbinden sich mit Musik und performativer Kraft zu einem eindringlichen Abend über Erinnerung, Verlust und Menschlichkeit. Zwischen poetischer Wucht und erschütternder Aktualität entsteht eine außergewöhnliche Produktion, die Vergangenheit und Gegenwart auf bewegende Weise miteinander verbindet. Holen Sie diesen intensiven und lange nachwirkenden Abend auf Ihre Bühne und laden Sie Ihr Publikum zu einer besonderen künstlerischen Erfahrung ein.