Violine
© Nadine Poncioni
mit Julian Valerio Rehrl und Musik von Maximilian Kromer, Mariko Hara, Fanny Fheodoroff und Matthias Bartolomey
Mit Edgar Allan Poes „Das verräterische Herz“ entsteht eine intensive musikalisch-performative Auseinandersetzung mit Schuld, Angst und Wahnsinn. Schauspieler Julian Valerio Rehrl, einer der markantesten jungen Darsteller seiner Generation, verbindet Poes fieberhaften Monolog mit einem atmosphärischen Klangraum aus Musik von Maximilian Kromer, Mariko Hara, Fanny Fheodoroff und Matthias Bartolomey.
Zwischen Literatur, Konzert und Performance entfaltet sich ein hypnotischer Abend von dunkler Schönheit, der das Publikum unmittelbar in die Abgründe der menschlichen Psyche zieht.
Edgar Allan Poes „Das verräterische Herz“ gehört zu jenen Texten, die weniger eine Handlung erzählen als einen Zustand offenlegen. Im Zentrum steht kein klassischer Täter, sondern ein Bewusstsein im Ausnahmezustand: ein Mensch, der verzweifelt versucht, seine eigene Vernunft zu beweisen, während Sprache, Wahrnehmung und Realität zunehmend auseinanderbrechen. Gerade diese radikale Innensicht machte Poe zu einem Wegbereiter der modernen psychologischen Literatur und beeinflusste Generationen von Autorinnen, Filmemacherinnen und Künstlerinnen.
Die musikalisch-performative Fassung versteht Poes berühmte Erzählung als akustischen und körperlichen Raum der Obsession. Schuld erscheint hier nicht als moralische Kategorie, sondern als etwas Physisches – als Geräusch, Puls, Erinnerung und permanenter innerer Druck. Das titelgebende Herz wird zum Rhythmus des Abends: ein nicht verstummender Klang, der den Täter verfolgt und seine Wahrnehmung zunehmend deformiert.
Julian Valerio Rehrl nähert sich diesem Monolog mit großer körperlicher und sprachlicher Präzision. Seine Performance bewegt sich zwischen Geständnis, Selbstverteidigung und emotionalem Kontrollverlust. Unterstützt wird diese psychologische Verdichtung durch die Musik von Maximilian Kromer, Mariko Hara, Fanny Fheodoroff und Matthias Bartolomey, deren Klangwelten zwischen Fragilität, Dissonanz und eruptiver Intensität oszillieren. Musik und Sprache treten dabei nicht illustrativ nebeneinander, sondern greifen ineinander wie Gedanken, Erinnerungen und Halluzinationen.
So entsteht ein Abend an der Schnittstelle von Konzert, Theater und performativer Installation – ein hypnotischer Erfahrungsraum über die Unmöglichkeit, dem eigenen Inneren zu entkommen. Poes Text entfaltet dabei eine beklemmende Gegenwärtigkeit: als Reflexion über Wahrnehmung, Kontrollverlust und die fragile Konstruktion menschlicher Identität.
Holen Sie diese außergewöhnliche Verbindung aus Literatur, Musik und Performance auf Ihre Bühne und laden Sie Ihr Publikum zu einer hypnotischen Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche ein. Zwischen Klang, Sprache und körperlicher Präsenz entsteht ein intensiver Theaterabend von dunkler Schönheit – beklemmend, sinnlich und lange nachhallend.