Bühnenbildner*in
© Nadine Poncioni
Eine szenische Lesung mit Zauberkunst & Musik
„There’s no place like home.“
It’s lonely at the top.
Hinter den Kulissen der Smaragdstadt: Während Dorothy und ihre Gefährten darauf sind, die böse Hexe zu töten, klammert sich der Zauberer an die letzten Reliquien seiner Macht – denn er ist kurz davor, endgültig entlarvt zu werden. Vor Jahren zufällig per Heißluftballon auf seinem Posten gelandet, hat er den Mythos seiner selbst seither mit Zaubertricks und Illusionen aufrecht erhalten. Doch selbst mithilfe von Manipulation, Täuschung und Zauberei stößt er irgendwann an seine Grenzen. Und wollte er nicht eigentlich nur Hoffnung stiften?
Ein magischer Soloabend mit Musik und Zauberkunst.
„Der Zauberer von Oz“ gehört zu den einflussreichsten und langlebigsten Mythen der Popkultur. Ausgangspunkt war der 1900 erschienene Kinderroman The Wonderful Wizard of Oz des amerikanischen Autors L. Frank Baum, der eine fantastische Gegenwelt erschuf, in der Außenseiter:innen, Sehnsucht und die Suche nach Zugehörigkeit im Mittelpunkt stehen. Weltberühmt wurde der Stoff jedoch vor allem durch die Verfilmung von 1939 mit Judy Garland als Dorothy – ein Film, der bis heute als Meilenstein der Kinogeschichte gilt.
Besonders das Lied „Somewhere Over the Rainbow“ entwickelte sich weit über den Film hinaus zu einem kulturellen Symbol. Gesungen von Dorothy als Sehnsuchtslied nach einer besseren Welt, steht es bis heute für Hoffnung, Utopie und die Vorstellung, dass hinter den Krisen des Alltags ein anderer Ort möglich sein könnte. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit wurde das Lied immer wieder neu interpretiert und zu einer emotionalen Projektionsfläche mehrerer Generationen.
Doch hinter der märchenhaften Oberfläche des Stoffes verbirgt sich seit jeher auch eine tief melancholische Geschichte über Illusion, Macht und die menschliche Sehnsucht nach Orientierung. Der Zauberer selbst ist keine allmächtige Figur, sondern ein Mann, der zufällig in eine Rolle geraten ist und versucht, durch Inszenierung und Projektion Hoffnung aufrechtzuerhalten. Genau diese Ambivalenz machte die Figur über Jahrzehnte hinweg faszinierend – als Symbol für politische Führungsfiguren, für Showmanship, aber auch für die Zerbrechlichkeit menschlicher Selbstbilder.
Die neue Bühnenfassung greift diesen Mythos auf und verschiebt den Blick hinter die Kulissen der Smaragdstadt. Zwischen Zauberkunst, Musik und Theater entsteht ein poetischer Abend über die Macht der Illusion und die Frage, warum Menschen so dringend an Wunder glauben wollen. Dabei verbindet die Produktion nostalgische Bilderwelten mit einer überraschend gegenwärtigen Perspektive auf Manipulation, Sehnsucht und die fragile Konstruktion von Hoffnung.
Holen Sie diesen magischen Soloabend auf Ihre Bühne und laden Sie Ihr Publikum ein, den Mythos von Oz neu zu entdecken – poetisch, musikalisch und überraschend gegenwärtig. Zwischen Zauberkunst, Theater und großer Popkultur entsteht ein Abend voller Sehnsucht, Illusion und Menschlichkeit, der bekannte Bilder auf berührende Weise neu erzählt.