„[…] it promises to unpack external perceptions of Afghanistan while capturing something of the grief and guilt of living safely abroad […]“
© Osama Hafiry
Es ist der 26. August 2021. Der letzte Evakuierungsflug der deutschen Bundeswehr verlässt den Kabuler Flughafen. Was der deutsch-afghanischen Protagonistin Ariana in „LANDSFRAU“ bleibt, sind Erinnerungen. In dieser Inszenierung wird (anti-muslimischer) Rassismus auf sprachlicher und musikalischer Ebene thematisiert. Die Figur zeigt starke Emotionen.
Einige Momente des Stücks können Unbehagen auslösen. Es ist jederzeit möglich, den Raum zu verlassen.
Das Leben in der Diaspora aus einer deutsch-afghanischen Perspektive in der Regie von Leonard Dick und Mariann Yar.
Biografische Episoden, Nostalgie- und Fantasiegeschichten, afghanische Musik und choreografische Elemente – durch Ariana greifen diese collagenhaft ineinander und werden zu flüchtigen Bildern eines Afghanistans, das es so vielleicht nie gegeben hat. Gleichzeitig mit einem Gefühl der Schuld über den eigenen „friedlichen“ Alltag konfrontiert, zeichnet der Soloabend ein vielschichtiges und detailreiches Bild von einem Leben in der Diaspora – mit seinen Problemen und Privilegien.
Leitungsteam
Mariann Yar, Doris Crea Kollektiv (Andrej Agranovski, Leonard Dick, Alessa Maria Karešin)
Text und Regie
Leonard Dick
Text und Regie
Mariann Yar
Musik
Andrej Agranovski
Musik
Mariann Yar
Musikalische Beratung
Elias Shahna Ebadi
Bühne und Kostüm
Amelie Sabbagh
Künstlerische Produktionsleitung
Alessa Maria Karešin
Choreografie
Paul Calderone
Dramaturgie
Thalia Hertel
Dramaturgische Beratung
Lars Werner
Video
Cornelius Reitmayr
Schauspiel
Mariann Yar
Mentoring
Meriam Bousselmi
„LANDSFRAU“ ist ein poetischer, musikalischer und zutiefst persönlicher Abend über Heimat, Erinnerung und das Leben zwischen den Welten. Mariann Yar erzählt von Afghanistan, Deutschland und der Erfahrung einer Generation, die zwischen Herkunft und Gegenwart, Sehnsucht und Anpassung ihren Platz sucht.
Aus autobiografischen Fragmenten, Musik, Sprache und Bewegung entsteht ein vielschichtiges Bühnenuniversum voller Zärtlichkeit, Wut, Humor und Verlust. Dabei wird Diaspora nicht als abstrakter Begriff verhandelt, sondern als gelebte Realität – widersprüchlich, schmerzhaft und voller Schönheit. Eine eindringliche Produktion, die politische Dimension und persönliche Geschichte auf außergewöhnliche Weise miteinander verbindet.