© Ingo Pertramer
„Der Cornet war das unvermutete Geschenk einer einzigen Herbstnacht, in einem Zuge hingeschrieben bei zwei im Nachtwind wehenden Kerzen; das Hinziehn der Wolken über den Mond hat ihn verursacht…“
Rainer Maria Rilke:
Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke.
Ein Abend für drei Stimmen
Entstanden 1899, beschreibt Rilke die letzten Lebenstage des 18-jährigen Christoph Rilke von Langenau, der am Ufer der Raab bei der Schlacht von Mogersdorf fiel.
Tamara Metelka und Nicholas Ofczarek oszilieren in Rilkes Text, der zu den erfolgreichsten Publikationen des Autors zählt, zwischen der ungestümen Leidenschaft eines hoffnungsvollen jungen Menschen und dem sinnlosen Gemetzel eines Krieges. Nikolai Tunkowitsch schafft dazwischen Momente höchster Intensität und ausdrucksstarker Leidenschaft.
Violine
Wenn Nicholas Ofczarek und Tamara Metelka Rainer Maria Rilkes poetische Ballade „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ auf die Bühne bringen, entsteht ein Abend von leuchtender Sprachkraft und stiller Ergriffenheit.
Rilkes frühes Prosagedicht ist ein Hymnus auf das Leben und seine Vergänglichkeit, auf Sehnsucht, Leidenschaft und das kurze Aufglühen eines jungen Herzens im Angesicht des Todes. Ofczarek und Metelka lassen aus Rilkes Worten einen Dialog entstehen – zart, glühend, von jener Melancholie getragen, die in Schönheit verwandelt, was schmerzt.
Die Violine umspannt die Erzählung: mal wie ein fernes Echo, mal wie ein Atem zwischen den Sätzen – Musik als Seele dieses poetischen Reigens.
Ein Abend über Liebe, Mut und die zärtliche Tragik des Augenblicks.
Ein kammermusikalisches Erleben von Sprache und Klang – sensibel, bildstark, zeitlos.
Rilke neu erleben – mit drei Künstler:innen, die Wort, Gefühl und Musik in Bewegung verwandeln.